Der Kreisjugendring Biberach hat den Bundestagsabgeordneten Wolfgang Dahler (CDU) zu einem Besuch des Zeltlagers der Jugendfeuerwehr Warthausen eingeladen. Vertreter*innen des Kreisjugendrings – Vorsitzender Daniel Gretz, Marijo Lukic sowie Sandrina Gerster von der Kreisjugendfeuerwehr – nutzten den Termin für einen direkten Austausch über die Herausforderungen der ehrenamtlichen Jugendarbeit.

Für uns als Kreisjugendring ist Jugendarbeit weit mehr als Freizeitgestaltung: Jugendverbände sind gesetzlich verankerte Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe (§ 11, § 12 SGB VIII) und eröffnen jungen Menschen Räume für Beteiligung, Verantwortung und demokratisches Mitgestalten. Ferienfreizeiten wie das Zeltlager in Warthausen leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Mitgliedergewinnung: Sie machen jungen Menschen unmittelbar erlebbar, was ehrenamtliches Engagement bedeutet, und wecken die Motivation, sich langfristig einzubringen.

Unsere Kernforderungen im Gespräch:

  • Mitgliedsgewinnung braucht Infrastruktur: Damit Angebote wie Zeltlager neue Mitglieder gewinnen und dauerhaft binden können, braucht es hauptamtliche Strukturen im Hintergrund, die diese Arbeit ermöglichen und absichern.
  • Verlässliche finanzielle Ressourcen sichern: Nur mit einer stabilen Finanzierung können Qualität, Kontinuität und Planungssicherheit in der Jugendarbeit gewährleistet werden – das ist die Voraussetzung dafür, dass Mitgliedsgewinnung überhaupt gelingen kann.
  • KJP-Förderlücke schließen: Im Kinder- und Jugendplan des Bundes fehlen weiterhin 2 Millionen Euro für die Jugendverbandsarbeit. Der geplante Aufwuchs des KJP muss die Verbände spürbar berücksichtigen.
  • Planungssicherheit statt Einmaleffekte: Es braucht eine dauerhafte Dynamisierung der Förderung, damit steigende Personal- und Sachkosten nicht zum schleichenden Rückbau bestehender Angebote führen.
  • Weniger Bürokratie: Ehrenamtliches Engagement darf nicht durch unnötige Hürden ausgebremst werden.

Der Besuch bot zudem die Gelegenheit, dass Herr Dahler direkt mit Jugendlichen und Betreuer*innen ins Gespräch kommen konnte und die Arbeit der Jugendfeuerwehr aus nächster Nähe kennenlernte. Für uns war dieser Austausch ein wichtiger Schritt, um politischen Entscheidungsträgern zu vermitteln, was ehrenamtliche Jugendarbeit vor Ort leistet – und welche verlässlichen finanziellen Rahmenbedingungen es braucht, damit sie neue Mitglieder gewinnen und langfristig Bestand haben kann.