Zukunft Jugendarbeit

Im Zeitraum von Sommer 2013 bis Ende 2015 wurde das Modellvorhaben „Die Zukunft der Jugendarbeit im ländlichen Raum“ (ZJLR) in den beiden Landkreisen Biberach und Ravensburg umgesetzt. Träger des Projekts war der Kreisjugendring Biberach, ehrenamtlich geführter Dachverband von 24 kreisweit agierenden Verbänden. Kooperationspartner waren der Kreisjugendring Ravensburg und die Jugendämter der beiden Landkreise. Das Vorhaben wurde zu  60%  vom Kommunalverband für Jugend und Soziales in Baden-Württemberg (KVJS – Landesjugendamt) gefördert, die übrigen Mittel kamen aus Eigenmitteln der Beteiligten, Spenden und Stiftungsgeldern (z.B. Jugendstiftung Baden-Württemberg).

Ausgangspunkt für den Ansatz des Modellprojekts waren die unterschiedlichsten Veränderungen der Lebenswelt Jugendlicher und die damit verbundenen Herausforderungen für Jugendarbeit und Gemeinwesen.

Die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt. Unsere Welt ist schnelllebiger geworden, durch Handys und Internet wurden völlig neue Formen des sozialen Miteinanders geschaffen. Zudem haben sich die Schulsituation und damit einhergehend auch die Betreuungssituation von Kindern und Jugendlichen sehr verändert. Wo früher am Nachmittag noch Raum für selbständige Aktivitäten war finden wir heute Schulunterricht oder Betreuungsangebote. Neben den Folgen dieser Faktoren werden auch die des demographischen Wandels diskutiert. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen nimmt ab und die für ehrenamtliches Engagement zur Verfügung stehende Zeit wird immer mehr eingeschränkt. Das führt zu der Hypothese, dass sich die offene und verbandliche Jugendarbeit im ländlichen Raum in den nächsten Jahren auf gravierende Veränderungen einstellen muss. Am Anfang des Modellvorhabens „Die Zukunft der Jugendarbeit im ländlichen Raum“ stand folgende Grundfrage:

Was brauchen Kinder und Jugendliche für ein gutes Aufwachsen und wie kann man diesbezüglich die notwendigen Voraussetzungen für eine gelingende Jugendarbeit in den Gemeinden schaffen?

Die Projektverantwortlichen haben im Laufe des Modellvorhabens konkrete Antworten darauf gefunden. Deshalb sind wir dem Kommunalverband für Jugend und Soziales, der Jugendstiftung und allen anderen Unterstützern und Mitmachern sehr dankbar, dass sie dieses Modellvorhaben ermöglicht haben. Die Ergebnisse tragen dazu bei, dass Jugendarbeit in ein positives öffentliches Licht gerückt wird. Somit besteht die Chance, dass deren Potenziale optimal genutzt werden können, was wiederum dazu beiträgt, dass Jugendliche viel mehr Möglichkeiten in ihrer Gemeinde haben. So können sie eine starke Identifikation mit ihrer Gemeinde herstellen und bleiben dort oder kehren nach Ausbildung bzw. Studium mit ihren eigenen Familien wieder zurück. Jugendarbeit ist ein nicht zu unterschätzender Standortfaktor, um junge Menschen und Familien im ländlichen Raum zu halten.

Hier geht es zur Homepage von Zukunft Jugendarbeit (www.zukunftjugendarbeit.de)

Und das ist der Abschlussbericht des Modellvorhabens